Aus "Goedendag!" wird "Hello Sir!"

30. August 2016 (kaum noch blaue Flecken)) :

Nach unserem Ausflug nach ´de Koop´ auf Texel, mit geliehenen Fahrrädern und bei schönsten Sonnenschein und ländlicher Idylle, kamen wir abends bereichert um drei Zuccinis, die wir à la Brandenburger Manier am Stadtrand erstanden haben, erschöpft auf dem Boot wieder an. 

Am nächsten Morgen in aller Frühe, brachen wir dann gleich wieder bei schönstem Wetter auf mit dem Ziel: `Dover`.

Der befürchtete Englische Kanal mit seinen zahlreichen Verkehrstrennungsgebieten (= Autobahnen für drei Mal so schnelle Dickschiffe) und seinen starken Tiden lag vor uns. Wir hatten mal wieder Glück mit dem Wetter und hatten schönsten Sonnenschein und etwas Wind. Als uns der Wind so langsam verließ und wir mit einem Knoten nahezu auf der Stelle dümpelten, sprangen wir (nacheinander) kurzerhand ins kühle Naß um uns abzukühlen. Kurz derauf bekamen wir Besuch von einem überputzigen Seehund, der unter dem Boot immer wieder abtauchte, um kurze Zeit darauf etwas näher irgendwo wieder aufzutauchen und wie ein Erdmännchen neugierig den Kopf in unsere Richtung zu strecken. Wir haben ihn nicht überreden können unser Haustier zu werden. ;)Als wir dann irgendwann den Motor anschmissen um halbwegs vorwärts zu kommen, war der Seehund dann auch nicht mehr interessiert.

Wir vertrösteten uns mit dem Grillen von Thüringer Bratwürschtl´mitten auf dem Meer! Super surreal! Ganz so viel Verkehr wie befürchtet gab es auf dem Ärmelkanal (= (´La Manche`-franz.- ich habe von Maxime gelernt, dass die Franzosen es gar nicht gerne sehen, wenn man den Ärmelkanal Englischen Kanal nennt. Schließlich liegt er auch an Frankreich, so dass man ihn genauso gut `Französischer Kanal`nennen könnte. Wo er recht hat, hat er recht) dann doch nicht.

Gerade als die Würstchen bereit waren sahen wir erneut einen Seehund in einiger Entfernung vor uns auf dem Wasser. Als wir näher kamen, merkten wir, dass er ziemlich aufgedunsen und regungslos war... Wie ein Plastikspielzeug, dass ein Kind am Strand verloren hat. Guten Appetit! :-/

Die weitere Überfahrt nach Dover war ebenfalls ruhig. Als wir am nächsten Morgen Land sichten, konnte Jens es sich nicht verkneifen unter der obligatorischen englischen Gastflagge die europäische Flagge mit passender Untermalung durch die europäische Hymne zu hissen.